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Rekordauftrag nach Obdach geholt
18 February 2023

Rekordauftrag nach Obdach geholt

Das Familienunternehmen Hage Sondermaschinenbau mit Sitz in Obdach hat einen spektakulären Auftrag über 20 Millionen Euro an Land gezogen. 

Vorbereitungen, Kon­zeptfindungen, Machbarkeitsstudi­en und die Angebots­ausarbeitung - eineinhalb Jahre hat all das letztendlich gedauert. ,,Es war eine inten­sive Zeit, aber es hat sich aus­gezahlt." Dafür hat Stefan Hampel auch eine in Zahlen gegossene Unterfütterung parat: Hörbar stolz berichtet der Geschäftsführer von Hage Sondermaschinenbau mit Sitz in Obdach von einem Auftragsvolumen von mehr als 20 Millionen Euro - ,,es ist der größte Auftrag unserer Firmengeschichte". 

Für einen großen deut­schen Bausystemspezialisten werden drei Hightech-Anla­gen für die Produktion von Schalungselementen gelie­fert. ,,Es handelt sich dabei um die vollautomatische Fer­tigung von Stahlprofilen, die eine Vielzahl von Bearbei­tungsstationen durchlaufen und anschließend verschweißt werden." Die Anla­gen, die mit 50 Metern Länge und rund 16 Metern Breite ,,ordentliche Geräte" sind, wie es Hampel ausdrückt, kombinieren Sägeaggregate, Stanzwerkzeuge, Umform­prozesse und Montageauto­maten mit Bauteilzuführung. Eine besondere Rolle spiele die „Bauteilkontrolle mittels Messsystemen und Qualitäts­inspektion durch entspre­chende Sensorik". Ebenfalls inklusive: eine ständige Ver­schleiß überwachung, um auch eine vorbeugende War­tung zu ermöglichen. Dafür zeichne ein eigens bei Hage entwickeltes Softwaretool verantwortlich, so Hampel. Die historische Dimension des Auftrags macht auch die Relation zum Jahresumsatz des knapp 140-köpfigen Un­ternehmens deutlich: Dieser lag zuletzt bei rund 24 Millio­nen Euro. ,,Gerade in gesamt­wirtschaftlich herausfordern­den Zeiten ist so eine Grundauslastung sehr gut für uns", so Hampel. Denn die Anlagen werden nun Schritt für Schritt montiert „und uns die beiden nächsten Jahre be­schäftigen". Wie berichtet, ist für Platz und Ressourcen ge­sorgt - Hage hat Millionen in ein zweites Produktionswerk in Obdach investiert.

In diesem zweiten Werk zeige sich zudem, warum wir auch im Bereich des Rühr­reibschweißens als Techno­logieführer gelten". Für Bat­teriewannen, die in Elektro­autos eingebaut werden, sind vom Familienunternehmen zwei Anlagen entwickelt worden, die mit sechs Schweißaggregaten gleich­zeitig von zwei Seiten die Einzelteile verbinden", so Hampel. Durch dieses inno­vative und welteit einzigar­tige Anlagenkonzept werden der Schweißverzug und die Produktionszeit minimiert." Auch die Intensivbezie­hung zur Europäischen Welt­raumagentur ESA wird wei­terhin gepflegt. So wird dem­nächst eine hochrangige De­legation eintreffen, weil auf Hage-Anlagen in Obdach im Zuge eines groß angelegten Forschungsprojekts ein neues 3D-Druckverfahren getestet wird, über das sich Substrate auf gewellten Flächen an­schweißen lassen, wie Ham­pel erläutert. 

Text: Manfred Neuper, Kleine Zeitung  

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